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Zum Mond: Alles Gute kommt von oben

Aktualisiert: Okt 1

Schickt China den Bitcoin einmal mehr zum Mond? 🌙


Wir lassen die Katze gleich von Beginn weg aus dem Sack: Der Bitcoin-Preischart ist derzeit keine Augenweide. Seit anfangs September haben die BĂ€ren wieder die Kontrolle ĂŒber den Bitcoin-Preis erlangt – von zwischenzeitlichen 52'000 US-Dollar sind wir auf etwas ĂŒber $40k gefallen. Dass die Stimmung unter den Marktteilnehmern derzeit verhalten bis pessimistisch ausfĂ€llt, zeigt der Mangel an KĂ€ufern. Auch sind die Funding Rates auf vielen Kryptohandelsbörsen noch immer negativ, was wir nach wie vor als Zeichen interpretieren können, dass der durchschnittliche Marktteilnehmer derzeit wenig euphorisch ist.


Schon in den vergangenen BeitrĂ€gen haben wir sie aufgeworfen, die Frage, die sich derzeit jeder Kryptinvestor stellt: Waren die $64k im April tatsĂ€chlich das berĂŒhmte Bitcoin-Makro-Top oder etwa doch nur ein Vor-Hoch? Spannend ist, dass der drittgrösste Bitcoin-Whale in den letzten Tagen immer mal wieder bei kleineren Preiskorrekturen Bitcoin dazugekauft hat. Wenn das nicht BĂ€nde spricht? Immerhin scheinen bisherige Analysen ergeben zu haben, dass diese Wallet, nicht wie andere grosse Wallets, keiner Kryptohandelsbörse gehört.


Auf der Kippe? ⚖


Es bleibt somit spannend. Tatsache ist, dass Bitcoin-Langzeithalter ĂŒber die vergangenen vier Monate seit dem Crash im Mai kontant neue Coins akkumuliert haben. Wie die untenstehende Grafik verdeutlicht, hat das Gesamtvolumen an Bitcoin, das von Langzeithaltern gehalten wird, ein neues Allzeithoch von 80,5% aller umlaufenden Bitcoin erreicht.

Tatsache ist aber auch, dass die Handelsvolumen ĂŒber die vergangenen Monate abgenommen haben und das Verkaufsvolumen jeweils grösser zu sein scheint als das Kaufvolumen. Historisch war das jeweils ein schlechtes Zeichen. Haben die roten Kerzen die grĂŒnen im Volumen ĂŒbertrumpft, folgte darauf jeweils der Preisabfall. Steuern wir also auch dieses Mal auf eine solche «VolatilitĂ€tsfalle» zu?


Den Bullen Hoffnung gibt ausgerechnet China, dessen Zentralbank sich erst kĂŒrzlich wieder vernichtend ĂŒber Kryptoassets geĂ€ussert hat. Nach dem China dem Bitcoin-Mining im Sommer den Stecker gezogen hat, will man nun auch den Kryptohandelsbörsen und anderen Krypto-Unternehmen das Handwerk legen. Die BegrĂŒndung ist eine altbekannte: Krypto befördert GeldwĂ€scherei.

Dass sich ein Bitcoin-Verbot positiv auf die Kryptoassets auswirken soll, wĂŒrde vor allem die Geschichte zeigen. In den vergangenen 12 Jahren hat China Bitcoin nicht weniger als 19 Mal «verboten». Eine nette Timeline dazu liest sich in diesem kĂŒrzlich erschienen Cointelegraph-Artikel. Und wie die untenstehende Darstellung schön illustriert: Fast jedes Bitcoin-Verbot beflĂŒgelte den Bitcoin-Preis. So auch 2017. Damals sprach China sich ebenfalls im September gegen Bitcoin aus, ehe sein Preis um 30 Prozent nach unten korrigiert, um dann bis Ende Jahr in nur drei Monaten zu einem neuen Allzeithoch anzusetzen. Wie die Grafik gerade oben zeigt: 2013 und 2017 war der Monat September charttechnisch gesprochen jeweils der Retest. Was wenn sich die Geschichte abermals wiederholt?

Betrachten wir das makroökonomische Umfeld, so spricht noch immer alles fĂŒr Bitcoin. Auch in absehbarer Zeit werden die Zentralbanken neue LiquiditĂ€t schaffen mĂŒssen, um das gegenwĂ€rtige Finanzsystem vor einer deflationĂ€ren Schuldenkontraktion bewahren zu können. Allen voran der grösste Schuldner von allen, die US-Regierung, sieht sich erneut in die Enge getrieben und das von ihrem eigenen Kongress. Um nicht zahlungsunfĂ€hig zu werden, muss die Schuldenobergrenze angehoben und von beiden US-Parteien genehmigt werden. Aufgrund politischer RĂ€nkespiele sehen einige Beobachter die Einigung auf eine Anhebung abermals bedroht.


Alle Jahre wieder 🙃


Allen vor an Janet Yellen, Vorsitzende des US-Finanzministeriums, hat eindrĂŒcklich gewarnt: WĂŒrde eine Anhebung der Schuldenobergrenze bis zum 18. Oktober ausbleiben, so könnte der US-Staat fĂŒr das erste Mal in der Geschichte seinen Schuldversprechen nicht mehr nachkommen. Wie verschiedene Bitcoin- und Krypto-Enthusiasten richtigerweise anmerkten, wĂ€re es nicht das erste Mal. Schon 1971, als der damalige PrĂ€sident Richard Nixon den Goldstandard beendete, war das eigentlich als heimliche BankrotterklĂ€rung der USA zu verstehen. Warum die Diskussionen um die Schuldengrenzen jedoch jedes Mal von derart grosser Dramatik begleitet sind, ist eine andere Frage. Immerhin hat man bislang noch immer die Kurve gekriegt und die «Debt Ceiling» schon 98 Mal in der Vergangenheit angehoben.


Die Zeichen stehen also gut, dass es auch dieses Mal wieder so kommen wird. Die zwischenzeitliche Unsicherheit könnte aber auch Bitcoin kurzfristig in Mitleidenschaft ziehen, dann nĂ€mlich wenn die Unruhen auf die breiten MĂ€rkte durchdringen. Noch wird Bitcoin klar als Risk-on-Vermögenswert betrachtet, was ihn anfĂ€llig fĂŒr derartige Marktturbulenzen. In der langen Frist ist zu hoffen, dass sich Bitcoin dereinst, seinem eigentlichen Wesen getreu, in das ultimative Risk-Off-Asset entwickelt. Sollte die USA nĂ€mlich wirklich einmal bankrott gehen, dann braucht es einen neuen sicheren Hafen. Digitales, globales, neutrales und von keinem Staat kontrolliertes Gold wĂ€re hierfĂŒr doch wie geschaffen?

Jetzt wird es richtig heiss 🌋


Aus El Salvador erhalten wir derzeit im Wochentakt neue News: So hat der PrĂ€sident El Salvadors, Nayib Bukele, in den letzten Wochen jeweils ĂŒber Twitter angekĂŒndigt, wenn er den Bitcoin-Dip gekauft hat. Was fĂŒr einige völlig rĂŒcksichts- und verantwortungslos ist, halten andere fĂŒr revolutionĂ€r. Auf den traditionellen MĂ€rkten jedenfalls sind die Investoren skeptisch und haben die salvadorianischen Anleihen mit höheren Zinsen abgestraft. Bukele lĂ€sst dies vorerst kalt. Vielmehr verweist er auf den Erfolg, den man mit Bitcoin in der Zwischenzeit erzielen wĂŒrde. Ersten Zahlen zufolge wird die offiziell eingefĂŒhrt Chivowallet bereits von weitaus ĂŒber zwei Millionen Menschen verwendet. Wie ernst es dem PrĂ€sidenten ist, zeigt auch sein neuster Streich: Wie vor einigen Monaten besprochen, möchte man in El Salvador Energie aus den Vulkanen nutzen, um Bitcoin-Mining zu betreiben. Wie sich zeigt, sind die ersten Schritte bereits in die Wege geleitet:

Airdrops: Zu gut um wahr zu sein? đŸȘ‚


Airdrops - sie gehören zur Kryptowelt wie das Amen zur Kirche. Doch in den letzten Monaten flog einem dieser Begriff im Cryptobereich richtig um die Ohren. Airdrops sind eigentlich nichts Neues. Schon seit jeher haben diverse Protokolle ihren Token als Belohnung fĂŒr AktivitĂ€ten, wie beispielsweise die Eröffnung eines Accounts, an Nutzer abgegeben, meist im Wert von 1$ - 50$. Diese Marketingstrategie kennen wir bereits von FinTech Firmen und sie dient dazu, neue Nutzer auf eine Plattform zu locken.

Uniswap - Die Mutter aller Airdrops 🩄


Doch im September 2020 kĂŒndigte Uniswap, die dezentralisierte KryptowĂ€hrungsbörse, einen Airdrop an, der alles bisherige in den Schatten stellte und die Kryptowelt nachhaltig prĂ€gte. Uniswap wurde bereits im 2018 gegrĂŒndet, doch hatte die Plattform bis dahin keinen eigenen Token, da ein solcher fĂŒr das Betreiben der Plattform nicht vonnöten war.


Sushi Swap, eine konkurrierende Plattform, hatte erst einen Monat vorher im August 2020 ihren Betrieb aufgenommen. Um Kapital fĂŒr die eigenen Liquidity Pools, welche das HerzstĂŒck jeder dezentralen Wechselstube darstellen, von Uniswap abzuwerben, hatten die Entwickler hinter Sushi Swap die geniale Idee, ihren eigenen Sushi Token als zusĂ€tzlichen Anreiz an diejenigen abzugeben, die auf Sushi Swap LiquiditĂ€t zur VerfĂŒgung stellen. Der Trick funktionierte und innerhalb kĂŒrzester Zeit flossen 1 Milliarde USD an LiquiditĂ€t von Uniswap zu Sushi Swap.


Ohne eigenen Token konnte Uniswap seinem Kontrahenten nicht Paroli bieten. Also musste man nachziehen und beschloss als Uniswap-Community kurze Zeit spĂ€ter, einen eigenen Token einzufĂŒhren: den UNI Token.

Die Frage stellt sich nun aber: Wie verteilt man den Token einer dezentralen Exchange, welche keinen Besitzer hat, sondern eben dezentralisiert von einer Community unterhalten wird? Die Antwort war: Ein Airdrop - unter Anderem. Insgesamt wurden 15% der gesamten geschaffenen Tokenmenge fĂŒr diejenigen Nutzer reserviert, welche Uniswap vor dem 1. September 2020 benutzt hatten und so zum Wachstum und Erfolg der Plattform beigetragen hatten.


Jede Wallet-Adresse, welche Uniswap bis zu diesem Datum mindestens einmal benutzt hatte, konnte 400 UNI Token fĂŒr sich beanspruchen. Kostenlos, versteht sich. Bei der MarkteinfĂŒhrung hatte der Token $3 wert. Das heisst, der Airdrop hatte zu Beginn bereits 400 x $3 = $1200 wert. Stand heute, bei einem UNI Kurs von $23, sind dies bereits ĂŒber $9000 Dollar, welche sĂ€mtliche frĂŒhe Uniswap-Benutzer geschenkt bekommen hatten. Nutzer, die Uniswap mit verschiedenen Wallets benutzt hatten, konnen den Airdrop gleich mehrmals fĂŒrs sich beanspruchen.


Die neue Logik ✔


Das einem einfach so Geld fĂŒr die Benutzung einer Dienstleistungsplattform geschenkt wird, scheint auf den ersten Blick verwunderlich, ja unlogisch, zu gut, um wahr zu sein. Auf den zweiten Blick ergibt eine solche Vorgehensweise von Seiten Uniswap aber durchwegs Sinn. In der heutigen Welt der sozialen Netzwerke sind wir uns gewohnt, dass ein Nutzer eine Social Media Plattform umsonst verwenden kann, er jedoch von der dahinterstehenden Firma durch den Verkauf von WerbeflĂ€chen und Daten monetarisiert wird. Dass es aber eigentlich die Nutzer sind, welche diesen Plattformen massgeblich zu Wachstum und Erfolg verhelfen, bleibt oftmals aussen vor.


Die Uniswap-Community drehte den Spiess um und schlug einen anderen Weg ein. Sie belohnte die frĂŒhen Nutzer, welche der Plattform zu ihrer PopularitĂ€t und dem enormen Wachstum verholfen haben und vergalt ihnen diese wertvolle Mithilfe mittels Airdrop. FĂŒr unser kapitalistisch geprĂ€gtes Wesen mutet diese Denkweise zuerst schrĂ€g an, denn in unserer Vorstellung behalten die Besitzer alle Gewinne fĂŒr sich. Überlegt man sich aber das Motiv hinter einem solchen Vorgehen, kann die Entscheidung von Uniswap durchaus Sinn ergeben. In einer dezentralisierten Welt der Open-Source-Protokolle, wo ein Produkt wie Uniswap oftmals gerade durch den Einsatz einer ganzen Community zum Erfolg wird, sollen auch neu geschaffene Token dezentralisiert verteilt werden.


Jedoch gilt es zu bedenken: Die Erschaffung des Tokens kostete Uniswap keine finanziellen Mittel. Auch bedeutet der Besitz des Token weder einen Besitzanspruch an Uniswap, noch einen Anspruch auf Teile von allfĂ€lligen WechselgebĂŒhren (was sich aber in Zukunft noch Ă€ndern könnte). Der Token ermöglicht zur Zeit vor allem ein Mitspracherecht, also eine Teilnahme an der Protokoll-Governance.


Die viel spannendere Frage lautet also: Wieso hat den ein solcher Token ĂŒberhaupt einen Wert, geschweige den eine Marktkapitalisierung von $23 Milliarden? Man könnte behaupten, der Token sei eine Call Option auf eine allfĂ€llige Partizipation an zukĂŒnftigen Gewinnen aus TransaktionsgebĂŒhren. Doch diese Möglichkeit allein dĂŒrfte nicht ausreichen, um den heutigen Wert zu rechtfertigen.

Die facettenreiche Frage der Tokenbewertungen mĂŒssen wir uns aber fĂŒr eine spĂ€tere Ausgabe vorenthalten.


Airdrops - ich will mitmachen


Seit dem Uniswap Airdrop brodelt in der Cryptocommunity die GerĂŒchtekĂŒche. Die Spekulationen darĂŒber, wer sonst noch einen Airdrop machen könnte, laufen heiss. Denn: wer will nicht gratis Token geairdropped bekommen, welche hunderte Franken Wert haben könnten.


So gibt es Airdrop Kalender hier und hier welche ĂŒber die neuesten Airdrops informieren. Es wird in der Cryptocommunity auch aktiv nach erfolgreichen Protokollen Ausschau gehalten, welche noch keinen eigenen Token haben und somit Kandidaten fĂŒr einen potenziellen Airdrop sind.


Einer der erfolgversprechendsten Wege an Airdrops teilzunehmen, ist es aber, neue Plattformen und Protokolle in ihren frĂŒhesten AnfĂ€ngen zu benutzen. Dies kann sogar heissen, dass man Protokolle testet, welche noch in der Testphase sind - also erst mit Spielgeld benutzt werden können.


Ein Projekt, dass sich zur Zeit noch in der Testphase befindet und auf Twitter bereits einen Airdrip fĂŒr Testnet-Nutzer angekĂŒndigt hat, ist Optimus. Das Projekt lĂ€uft auf der ICON-Blockchain und kann von jedem Besitzer einer ICON-Wallet getestet werden. Eine Anleitung auf YouTube fĂŒr Interessierte findet sich hier.


Um auf dem Laufenden zu bleiben, lohnt es sich auch DeFi_Airdrops auf Twitter zu folgen. Erst kĂŒrzlich haben sie darauf hingewiesen, dass wer Paraswap, eine schon etablierte DeFi-Exchange, noch nicht genutzt hat, dies möglichst schnell nachholen soll. Ein Airdrop könnte demnĂ€chst folgen. Immerhin hat sich dYdX, eine andere dezentralisierte Exchange, die lange keinen Token hatte, vor Kurzem zu einem Airdrop hinreissen lassen. Dieser wurde ein echter Erfolg, wie einige am eigenen Leib erfahren durften...

Mein DYDX airdrop ist jetzt $420’000 wert.

Konkurrenz fĂŒr Western Union und Co.? ⚔


Seit dieser Woche kann man auf der Social-Media-Plattform Twitter anderen Accounts Geld in Form von «Tips», zu Deutsch «Trinkgeld», ĂŒberweisen. Neben Fiat kann auch Bitcoin gesendet werden. Auf den ersten Blick mag dies nicht weiter aufregend erscheinen. National kann man schon seit geraumer Zeit sofort durchgefĂŒhrte Transaktionen versenden: Man denke dabei etwa an Twint, Cashapp, Venmo etc. International hingegen gibt es nur wenige Möglichkeiten, auf gĂŒnstige und vor allem schnelle Weise Transaktionen durchzufĂŒhren. Revolut – einer der fĂŒhrenden Anbieter – ist neben dem EuropĂ€ischen Wirtschaftsraum (EEA) zudem in Australien, Singapur, der Schweiz, Japan und den Vereinigten Staaten vertreten. Möchte man hingegen eine SofortĂŒberweisung in Zweit- oder DrittweltlĂ€nder tĂ€tigen, ist man praktisch gezwungen, ĂŒber einen Anbieter wie Western Union hohe TransaktionsgebĂŒhren sowie suboptimale Wechselkurse in Kauf zu nehmen.


Sende ich einen Betrag ĂŒber Twitter, wird dieser ĂŒber das Unternehmen Strike auf dem Lightning Netzwerk (Layer 2 von Bitcoin) abgewickelt. Spannend dabei ist, dass Strike eine klare Differenzierung macht zwischen Bitcoin dem Asset und Bitcoin bzw. Lightning als Netzwerk, welches fĂŒr den Zahlungsverkehr gebraucht werden kann. Strike ermöglicht es mir, Geld in meiner lokalen WĂ€hrung ans andere Ende der Welt zu senden, indem es meine WĂ€hrung in BTC konvertiert, BTC ĂŒber das Lightning-Netzwerk in das Zielland transferiert und dort, je nach PrĂ€ferenz des EmpfĂ€ngers die Bitcoin wieder in die dortige lokale WĂ€hrung konvertiert. Das Bitcoin/Lightning-Netzwerk (BTC/LN) kann also genutzt werden, um FiatwĂ€hrungen zu extrem tiefen Kosten und in Sekundenschnelle rund um den Globus zu senden.


Nur noch eine Frage der Zeit ⏱


AnfĂ€nglich ist Strike lediglich in den USA (mit Ausnahme von New York und Hawaii) und El Salvador verfĂŒgbar. Das Potential, welches dadurch offenbart wird, ist jedoch gewaltig. In Kombination mit der Integration durch Twitter scheint es nur noch eine Frage der Zeit zu sein, bis Strike zu einem der grossen Player im internationalen Zahlungsverkehr gehört. Zu diesem Schluss gelangt man gerade auch dann, wenn man bedenkt, dass eine Zahlungsabwicklung ĂŒber das Lightning-Netzwerk im Gegensatz zum traditionellen Finanzsystem massive Vorteile in Bezug auf Fixkosten, Kredit- sowie Gegenparteienrisiken und Bilanzfluss mit sich bringt.

Die dicken Jahren sind vorĂŒber. Höhe GebĂŒhren durch traditionelle Finanzdienstleister wie Western Union sind Geschichte.


Übrigens: Die Tips-Funktion wird nach und nach freigeschalten. Wie man schauen kann, ob man seine eigene Bitcoin-Adresse auch schon mit dem eigenen Twitter Account verlinken kann, zeigt dieses Video:

Regulierung fĂŒhrt zum DeFi-Aufschwung ✹


Und schon sind wir noch einmal bei China. Das kĂŒrzlich in China ausgesprochene Verbot von KryptohandelstĂ€tigkeiten hat vor allem auch DeFi einen Aufschwung verleiht. So wurden verschiedene Coins und Token von zentralisierten Kryptobörsen wie Huobi abgezogen und in die DeFi-Welt transferiert. Wie ein chinesischer Krypto-Reporter auf Twitter zu Protokoll gab, wĂ€re DeFi unter chinesischen Investoren gerade der letzte Schrei, immerhin gelten diese Protokolle, im Unterschied zu zentralistisch gefĂŒhrten Kryptohandelsbörsen als zensurresistent. Infolgedessen profitieren dezentralisierte Exchange-Protokolle wie Uniswap, Sushiswap oder 1inch und sahen ihren Token in den vergangenen Tagen bis zu 40% im Preis steigen.

Die Grafik zeigt unmissverstĂ€ndlich, dass chinesische Kryptobörsen grosse AbflĂŒssse sahen.


Grösster Gewinner – und sicher auch durch die China-Ereignisse beflĂŒgelt – ist in den letzten Tagen dYdX. Auch bei diesem Protokoll handelt es sich um eine dezentralisierte Handelsbörse, die sich hauptsĂ€chlich auf komplexe Finanzprodukte wie Derivate konzentriert. Schon 2017 gegrĂŒndet, entwickelte sich das Projekt zu einem ernstzunehmenden Akteur. Im Unterschied zu anderen DeFi-Protokollen verfĂŒgte dYdX jedoch lange Zeit nicht ĂŒber einen eigenen Token. Das Ă€nderte sich Mitte September. Trotz anfĂ€nglichem Bug wurde der dYdX-Token mittels Airdrop an Nutzer, GrĂŒnder und Investoren verteilt.


Als jĂŒngste aller dezentralisierten Handelsbörsen verzeichnete dYdX in den letzten Tagen dennoch das grösste Handelsvolumen. Zu Spitzenzeiten war es bis zu zehn Mal höher als das anderer, fĂŒhrender dezentraler Börsen auf Ethereum. Am 26. September ĂŒberstieg das Handelsvolumen gar dasjenige von Coinbase. Die Ironie dabei: dYdX’s GrĂŒnder war ein ehemaliger Coinbase-Mitarbeiter, bevor er die dezentralisierte Handelsbörse grĂŒndete. Auf den Token von dYdX wirkten sich die erfolgreichen letzten Tage ebenfalls positiv aus. WĂ€hrend die Performance aller andren Kryptoassets eher negativ ausfiel, war jene des dYdX-Tokens vorwiegend grĂŒn.

Kryptofonds so weit das Auge reicht đŸ‘ïž


Diese Woche um die Welt gegangen sind auch Neuigkeiten aus der Schweiz: So wurde hierzulande der erste Schweizer Kryptofonds offiziell durch den Regulator genehmigt. Dieser beschrĂ€nkt sich auf qualifizierte Anleger und investiert vorwiegend in Kryptoassets. Mit dieser Genehmigung hat die Finma innert KĂŒrze bereits zum zweiten Mal auf sich aufmerksam gemacht. Erst vor ein paar Wochen hat man der SIX Digital Exchange die Bewilligung zum Betrieb von Finanzmarktinfrastrukturen erteilt, die auf der Blockchain-Technologie basieren. Damit ist die SDX zur ersten, vollumfĂ€nglich regulierten Handelsbörse fĂŒr digitale Vermögenswerte (das Angebot soll dereinst auch Kryptoassets beinhalten) geworden.


Der in der Schweiz nach schweizerischem Recht offiziell bewilligte Fonds ist letztlich Teil einer monumentalen Entwicklung. Laut dem Global Fund Management Report (GFM) ist die weltweite Anzahl an Kryptofonds in den vergangenen fĂŒnf Jahren um 800% gestiegen. Von den insgesamt 835 Fonds im Q1 2021 waren 426 von Risikokapitalgebern und 386[1] [2] von Hedge-Fonds.


Auch die ersten ETFs – gemeinhin die zugĂ€nglichsten Finanzprodukte – gibt es auf Kryptoassets. Zum Beispiel in Kanada oder Brasilien. Und selbst in den USA scheint sich diesbezĂŒglich einiges zu tun. So hat sich der Vorsitzende der US-Börsenaufsicht, Gary Gensler, im August positiv ĂŒber einen ersten US-amerikanischen ETF geĂ€ussert. Sollte ein solcher genehmigt werden, wĂ€re das einer der grossen Katalysatoren fĂŒr Bitcoin. Spekuliert wird, dass ein solcher noch vor Jahresende kommen könnte. Auf Twitter wurde spekuliert, ob Coinbase in dieser Hinsicht vielleicht sogar Insider-Infos hat: Ein Post darĂŒber, dass ein Bitcoin-ETF bald zu erwarten sei, wurde nach nur wenigen Minuten wieder gelöscht
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